WAS WIR BEHANDELN

Sucht nach exzessivem Sport

Dieses Behandlungsprogramm für Sportsucht folgt einem pragmatischen, unterstützenden Konzept. Im Zentrum steht die Schadensminimierung, verwirklicht durch eine maßgeschneiderte therapeutische Strategie. Nach sorgfältiger Diagnostik entsteht ein individueller Plan, der dem Klienten sämtliche notwendigen Instrumente und eine verlässliche Begleitung an die Hand gibt, um den Kreislauf der Abhängigkeit nachhaltig zu durchbrechen.

Die Sucht nach Sport gehört zu den am schwersten erkennbaren Abhängigkeiten, da körperliche Betätigung für unsere Gesundheit essenziell ist. Anders als bei den meisten Süchten wird Sport gefördert. Doch bei körperlicher Aktivität setzt unser Gehirn Endorphine frei, die uns ein Wohlgefühl vermitteln. Diese Endorphine können bei entsprechenden biologischen, genetischen und umweltbedingten Faktoren süchtig machen. Eine Sportsucht entsteht, wenn unsere Trainingsgewohnheiten dysfunktional werden. In solchen Fällen schadet Sport unserer Gesundheit und steigert den Stresspegel. Übermäßiges Training kann zudem eine Toleranz gegenüber Endorphinen hervorrufen, sodass immer intensiveres Training erforderlich wird, um dasselbe Hochgefühl zu erleben.

Es gibt keine alleinige Ursache für Sportsucht, doch sie ist eng mit Essstörungen verbunden und weist ähnliche psychologische sowie verhaltensbezogene Muster auf. Übermäßiger Sport aktiviert das Belohnungssystem des Gehirns auf eine Weise, die mit dem Konsum von Substanzen wie Drogen vergleichbar ist, indem es zunehmende Mengen an Dopamin freisetzt, die den Drang verstärken, fortzufahren. Für viele wird Sport zu einem Mittel, um das Körperbild oder das Gewicht zu kontrollieren, wodurch er untrennbar mit gestörten Essverhaltensweisen verknüpft ist.

Während Sport gemeinhin als gesund gilt, kann exzessives Training gravierende physische und emotionale Folgen nach sich ziehen. Es setzt den Körper enormer Belastung aus, erhöht das Risiko von Verletzungen, chronischer Erschöpfung, hormonellen Ungleichgewichten und einer Schwächung des Immunsystems. Der durch diese Sucht verursachte Stress kann zudem die Wahrscheinlichkeit von Depressionen, Angstzuständen und weiteren psychischen Problemen steigern. Besonders kritisch ist, dass Sportsucht häufig mit Essstörungen wie Anorexia nervosa und Bulimie einhergeht, bei denen zwanghaftes Training genutzt wird, um Nahrungsaufnahme zu kompensieren oder eine idealisierte Körperform zu erreichen.

Wir sind darauf spezialisiert, die komplexe Beziehung zwischen Sportsucht, Essstörungen und weiteren Begleiterkrankungen durch eine Kombination aus medizinischer, psychologischer und individueller Betreuung zu behandeln.

Wie wir Sportsucht behandeln

Der Verlauf eines vierwöchigen Aufenthalts lässt sich nicht im Voraus festschreiben, denn jeder Genesungsweg folgt einer individuellen Dramaturgie. Paracelsus Recovery begreift Sportsucht als höchst persönliche Erfahrung, die eine maßgeschneiderte Therapie verlangt. Vorgefertigte Schemata oder starre Modelle haben hier keinen Platz. Stattdessen bestimmt ein konsequent pragmatischer Grundsatz das Handeln: Es findet genau jene Methode Anwendung, die den persönlichen Zielen des Klienten am zuverlässigsten zum Erfolg verhilft.

Der Aufenthalt folgt einer präzise abgestimmten Struktur. Jede therapeutische Intervention wird handverlesen, um dem Klienten zu helfen, seine Fixierung auf Sport als Schmerzbewältigungsstrategie nachhaltig zu lösen. Sämtliche Bausteine des Programms greifen ineinander, verstärken einander, durchbrechen den Kreislauf der Abhängigkeit und führen zu einer gesunden Beziehung zu Bewegung und Körper. Weitere Einzelheiten folgen im Anschluss.

Unser Ansatz berücksichtigt die ganze Person – Geist, Körper und Seele

Über 15 Teammitglieder, alle Ihrem Wohlbefinden gewidmet

Umfassende Programme, so einzigartig wie Sie selbst