
Unsere Diagnostiken & Analysen erklärt
Ein individuelles Programm beginnt mit einem klaren Bild.
Wir können Ihre Behandlung nur dann gezielt auf Sie abstimmen, wenn wir genau verstehen, wo die Ursachen liegen. Mit unserem interdisziplinären 360-Grad-Ansatz analysieren wir alle relevanten Bereiche Ihrer physischen und psychischen Gesundheit – und identifizieren, wo eine Neuausrichtung erforderlich ist. Dieser diagnostische Prozess bildet das Fundament Ihres persönlichen Behandlungsplans.
Körperliche Symptome haben einen erheblichen Einfluss auf Ihre psychische Gesundheit und Ihr allgemeines Wohlbefinden. Beschwerden wie erhöhter Blutdruck, Gewichtsveränderungen, chronische Erschöpfung, akute oder anhaltende Schmerzen, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Gehirnnebel, Verdauungsstörungen, Muskelschwäche, Kopfschmerzen oder Hautprobleme sind häufig Ausdruck innerer Entzündungsprozesse und biochemischer Ungleichgewichte.
Um diese tieferliegenden Ursachen zu identifizieren, führen wir umfangreiche Blutanalysen durch – darunter Werte zur Hämatologie, Leberfunktion, Blutzuckerregulation, Blutfettprofil und Schilddrüsenaktivität.
Darüber hinaus untersuchen wir Ihre Darmflora, Stresshormone, Mikronährstoffversorgung, Vitaminhaushalt und den Grad Ihres oxidativen Stresses. Je nach Indikation kommen weiterführende Verfahren wie 24-Stunden-EKGs, funktionelle MRTs unter Belastung oder Mitochondrienfunktionstests zum Einsatz – zur Beurteilung Ihrer Herz-Kreislauf- und Atemwegsgesundheit.
Genetische Analysen stehen im Zentrum unseres individualisierten Gesundheitsansatzes. Anhand einer einfachen Probe können wir genetische Veränderungen und Varianten in Ihrer DNA (Genen, Chromosomen oder Proteinen) identifizieren.
Diese Erkenntnisse ermöglichen es uns, potenzielle Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, genetische oder erbliche Störungen zu lokalisieren sowie auf neurochemische Ungleichgewichte, familiäre Veranlagungen für körperliche oder psychische Erkrankungen, Krebsanfälligkeit und reproduktive Gesundheit zu screenen.
Zum Einsatz kommen modernste Verfahren wie Ganzgenomsequenzierung (WGS), epigenetische Analysen, biochemische, molekularbiologische und zytogenetische Testungen. Jeder Test untersucht spezifische Biomarker und liefert so ein detailliertes, ganzheitliches Bild Ihrer zellulären Gesundheit.
Wir nutzen eine Reihe modernster bildgebender Verfahren, darunter Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Diese Technologien ermöglichen hochauflösende Darstellungen der inneren Strukturen Ihres Körpers – und unterstützen uns dabei, mögliche Erkrankungen frühzeitig und präzise zu erkennen. Zu den häufig untersuchten Bereichen zählen kardiovaskuläre und respiratorische Erkrankungen, gastrointestinale Störungen, onkologische Fragestellungen sowie urologische und gynäkologische Befunde. Viele dieser körperlichen Erkrankungen stehen in direktem Zusammenhang mit dem emotionalen und psychischen Wohlbefinden – weshalb ihre frühzeitige Erkennung und Einordnung für eine ganzheitliche Genesung von zentraler Bedeutung ist.
Die funktionelle Medizin zielt auf die Ursache einer Krankheit ab, nicht auf die Symptome, und ist daher zentral für unser Bewertungsverfahren. Unser Team wird Ungleichgewichte der Neurotransmitter, Aminosäuren, Hyper- oder Hypoglykämie (erhöhter Glukosewert oder Glukosemangel), entzündlichen Stress und oxidativen Stress auf zellulärer Ebene, Nebennierenerschöpfung, Darmgesundheit (z. B. Geschwüre, Darmmikrobiom, Entzündungsparameter, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Parasiten usw.) und Hormonspiegel bewerten.
Sobald wir die Ergebnisse Ihrer Tests haben, wird Ihr funktionelles Medizinteam die Beziehung zwischen Ihren zellulären, umweltbedingten, genetischen, historischen und Lebensstil-Ergebnissen analysieren, um zu verstehen, wie diese Faktoren mit verschiedenen Krankheits- und Gesundheitsmarkern korrelieren.
Erholsamer Schlaf ist ein zentrales Fundament für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Er beeinflusst das Immunsystem, die Hormonregulation und die emotionale Widerstandskraft – und ist damit ein wesentlicher Pfeiler langfristiger Gesundheit. Chronischer Schlafmangel kann Ängste, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlimmern und kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Konzentration und Entscheidungsfindung beeinträchtigen. Deshalb messen wir der Erkennung und Behandlung schlafbezogener Störungen hohe Priorität bei – denn gesunder Schlaf ist oft der erste Schritt zurück zu innerer Stabilität. Unsere Schlafstudien umfassen die nächtliche Überwachung von Gehirnwellen, Augenbewegungen und Herzfrequenz. Ihr Behandlungsteam nutzt diese Daten, um mögliche Störungen wie Insomnie, Restless-Legs-Syndrom oder Schlafapnoe zu identifizieren und gezielt anzugehen.
Unser leitender Psychiater führt ein umfassendes, individuell abgestimmtes diagnostisches Gespräch mit Ihnen – mit dem Ziel, psychische Belastungen zu erkennen, die Ihre Lebensqualität oder körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Auch wenn der Begriff „Diagnoseverfahren“ zunächst technisch klingen mag, handelt es sich in Wahrheit um einen persönlichen, einfühlsamen Austausch. Gemeinsam beleuchten wir, warum bestimmte Symptome oder innere Kämpfe in Ihrem Leben auftreten – und was hinter ihnen stehen könnte. Diese diagnostische Phase umfasst die Analyse Ihres emotionalen Wohlbefindens, die Identifikation aktueller Stressfaktoren, sowie Ihre biografische Geschichte, Kindheitserfahrungen und familiären Hintergründe im Bereich psychischer Gesundheit. Wir screenen auf häufige Störungsbilder wie Angst, Depression, posttraumatische Belastung oder andere zugrunde liegende psychische Erkrankungen. Ein besonderer Fokus liegt auf sogenannten Doppeldiagnosen – also dem gleichzeitigen Vorliegen psychischer Erkrankungen und substanzbezogener Störungen – um sicherzustellen, dass beide Aspekte Ihrer Gesundheit angemessen adressiert werden können. Zur Erhöhung der diagnostischen Präzision setzen wir modernste Methoden der Präzisionspsychiatrie ein. Dazu gehören Genanalysen, Neuroimaging, Biomarker-Auswertungen sowie KI-gestützte Verfahren, die eine personalisierte Diagnostik auf höchstem wissenschaftlichen Niveau ermöglichen.
Unsere Diätologen, Ärzte und Ernährungsexperten analysieren Ihre Ernährungsgewohnheiten, mögliche Nährstoffmängel, Ihre metabolische Gesundheit sowie Ihr Bewegungs- und Stressprofil.
Ebenso berücksichtigen wir den Konsum von Koffein, Alkohol oder Nikotin (sofern relevant), das Mass an sozialer Verbundenheit oder selbstberichteter Einsamkeit sowie weitere Aspekte Ihres Lebensstils, die sich auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden auswirken können.
Anschliessend werden Ihre persönlichen Angaben im Kontext aller vorliegenden Labor- und Diagnostikdaten ausgewertet – um ein ganzheitliches, präzises Bild Ihrer aktuellen Gesundheit zu ermöglichen.
Unsere psychologische Bewertung zielt darauf ab, die tieferliegenden emotionalen und kognitiven Muster zu erfassen, die Ihr gesamtes Wohlbefinden prägen. Anders als die psychiatrische Diagnose, die sich auf die Identifikation spezifischer Krankheitsbilder konzentriert, legt unser Verfahren den Fokus auf die erfahrungsmäßigen, oft unbewussten Aspekte Ihrer Gesundheitsprobleme.
Im persönlichen Dialog mit einem unserer hauseigenen Psychologen erforschen Sie Ihre Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen – jene, die Ihre Belastungen und inneren Ungleichgewichte begleiten. Diese fundierte Analyse ermöglicht es uns, psychologische Herausforderungen zu erkennen und Einblicke zu gewinnen, wie vergangene Erfahrungen, aktuelle Stressoren oder kontraproduktive Denkmuster Ihre geistige und körperliche Gesundheit beeinflussen.
Im Unterschied zum psychiatrischen Screening, das konkrete Krankheitsbilder diagnostiziert, bildet die psychologische Bewertung die Grundlage für die Auswahl und Integration individueller therapeutischer Interventionen in Ihr Behandlungsprogramm. Dazu zählen evidenzbasierte Ansätze wie die kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeitspraktiken und psychodynamische Psychotherapie.
Wir gestalten auch den diagnostischen Prozess individuell. Sollte sich nach den bereits durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass weitere Abklärungen sinnvoll sind, erweitern wir das Spektrum gezielt.
Je nach Indikation können zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden – etwa dermatologische, gynäkologische oder zahnärztliche Kontrollen, Krebsvorsorge, Endoskopien oder Lungenfunktionsdiagnostik.
Auch psychometrische Verfahren können zum Einsatz kommen, darunter standardisierte Persönlichkeitsinventare (z. B. MMPI, Big Five), Angst- und Depressionsskalen oder spezifische Assessments zum Substanzkonsum. Bei Bedarf ergänzen audiologische Untersuchungen oder andere Spezialdiagnostiken das Gesamtbild.


