WAS WIR BEHANDELN

Behandlungszentrum für Zwangsstörungen

Unsere Behandlungsprogramme für Zwangsstörungen (OCD) gründen auf Pragmatismus und Empathie. Sie umfassen unter anderem einen Therapeuten, der Ihnen rund um die Uhr zur Seite steht, um aufkommende Zwangsgedanken im Moment ihres Auftretens zu bearbeiten.

Eine Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD) ist eine angstbasierte psychische Erkrankung, bei der Betroffene aufdringliche und belastende Gedanken (Zwangsgedanken) und/oder den Drang zu impulsiven Handlungen (Zwangshandlungen) erleben. Quälende Gedanken gehen häufig mit intensiven Angstgefühlen einher, und die Zwangshandlungen sind ein Versuch, diese Angst besser kontrollieren zu können. Mit der Zeit kann dies dazu führen, dass Betroffene glauben, mehr Kontrolle und damit mehr Verantwortung für den Ausgang bestimmter Ereignisse zu tragen, als tatsächlich der Fall ist. Beispielsweise kann sich die Überzeugung einstellen, dass der belastende Gedanke wahr wird, wenn die Zwangshandlung nicht eine bestimmte Anzahl von Malen ausgeführt wird.

Zahlreiche Faktoren tragen zur Entstehung einer Zwangsstörung bei, darunter genetische Veranlagung, Umweltfaktoren, psychische Bedingungen und der körperliche Gesundheitszustand. Hat eine Person beispielsweise Verwandte, die an einer Zwangsstörung erkrankt sind, besteht durch genetische Disposition und durch in der Kindheit erlerntes Verhalten (Umwelt) ein deutlich erhöhtes Risiko. Auch körperlicher, sexueller oder emotionaler Missbrauch in der Kindheit kann eine Zwangsstörung begünstigen.

Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen Zwangsstörungen und Substanzmissbrauch. Eine Zwangsstörung kann das Risiko einer Suchterkrankung erhöhen, da Alkohol oder Drogen oft eingesetzt werden, um die mit der Zwangsstörung verbundene Angst zu lindern. 

Eine Zwangsstörung (OCD) kann sich zermürbend anfühlen. Betroffene erkennen meist, dass ihre Zwangsgedanken irrational sind, doch dieses Wissen hilft ihnen nicht, die negativen Gedanken zu kontrollieren oder die Zwangshandlungen zu unterlassen. Die Symptome einer Zwangsstörung sind vielfältig und höchst individuell, umfassen jedoch häufig folgende Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen:

Häufige Zwangsgedanken sind: 

  • Angst vor Erkrankung durch Kontamination mit Keimen.
  • Angst, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.
  • Angst, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen (oft die Angst vor dem Tod).
  • Aufdringliche gewalttätige Bilder und Gedanken.
  • Aufdringliche sexuelle Bilder oder Gedanken.
  • Übermäßige Gedanken über Moral (die Sorge, kein „guter“ Mensch zu sein).
  • Übermäßige Beschäftigung mit Aberglauben.
  • Extreme Beschäftigung mit Ordnung und Symmetrie.
  • Angst, einen Fehler zu machen (z. B. zu vergessen, den Herd auszuschalten oder die Tür abzuschließen).
  • Eine vage, aber beständige Angst, dass „etwas Schlimmes passieren“ könnte.

Häufige Zwangshandlungen sind:

  • Übermäßiges wiederholtes Kontrollieren (z. B. ob die Haustür abgeschlossen ist).
  • Zählen, Klopfen oder das Wiederholen bestimmter Wörter eine bestimmte Anzahl von Malen.
  • Übermäßiges Reinigen oder Waschen (z. B. Händewaschen).
  • Wiederholtes Nachfragen bei einer Person, um sich ihrer Sicherheit zu vergewissern.
  • Ordnen und Anordnen von Gegenständen in einer ganz bestimmten Weise.
  • Das Ausführen bestimmter körperlicher Rituale eine bestimmte Anzahl von Malen am Tag (z. B. den Lichtschalter zehnmal hintereinander an- und auszuschalten, dreimal täglich).
  • Das Ausführen mentaler Rituale (z. B. das tägliche, mehrfache Wiederholen eines Satzes).
  • Übermäßiges Beten oder das Ausführen religiöser Rituale aus Angst.
  • Übermäßiges Horten von Besitz.
  • Fixierung auf die Herkunft oder Qualität von Lebensmitteln.

Unsere Behandlung von Zwangsstörungen

Wir können Ihnen nicht im Voraus sagen, wie genau Ihr vierwöchiger Aufenthalt aussehen wird, denn jeder Behandlungsplan wird individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Bei Paracelsus Recovery wissen wir, dass die Bewältigung einer Zwangsstörung (OCD) einen maßgeschneiderten Ansatz erfordert. Jeder Klient erhält einen massgefertigten Behandlungsplan, in dem jeder Tag sorgfältig strukturiert ist und eine Reihe therapeutischer Elemente umfasst, die auf Ihre individuellen Symptome und Auslöser ausgerichtet sind. Indem wir sowohl die psychischen als auch die körperlichen Aspekte der Zwangsstörung in den Blick nehmen, gewährleisten wir einen umfassenden Behandlungsplan, der Ihnen hilft, die Kontrolle zurückzugewinnen. Weitere Details finden Sie unten.

Unser Ansatz betrachtet den ganzen Menschen: Geist, Körper und Seele

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Im Fokus: Zwangsstörungen